Halle (dpa) l In Sachsen-Anhalt haben 2017 deutlich weniger Hunde Menschen oder andere Tiere gebissen als in den Jahren zuvor. Für das gesamte Jahr seien 73 Vorfälle registriert worden, nach 99 in 2016, teilte das Landesverwaltungsamt in Halle auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Im Jahr 2015 waren noch 109 und im Jahr davor 130 Beißattacken verzeichnet worden. Bei 37 Angriffen im vergangenen Jahr seien Menschen verletzt worden, aber niemand tödlich. In 36 Fällen waren den Angaben zufolge andere Tiere betroffen, 11 davon starben. Der Behörde zufolge sind im Hunderegister Sachsen-Anhalt aktuell knapp 103.000 Tiere eingetragen.

Im März 2016 war ein neues Hundegesetz für das Land in Kraft getreten. Seitdem dürfen etwa vier Rassen nicht mehr gezüchtet und gehandelt werden, darunter der Pitbull-Terrier und der American Staffordshire-Terrier. Der Statistik zufolge waren 1368 Tiere der vier Rassen und ihrer Mischungen registriert. Von diesen Hunden seien im Jahr 2017 sechs Beißattacken ausgegangen.

Weniger Kinder angegriffen

Für Schlagzeilen sorgten im zurückliegenden Jahr einige Vorfälle – in die auch Kinder involviert waren. Im Mai 2017 etwa wurde in Zeitz ein Fünfjähriger beim Spielen von einem Hund ins Gesicht gebissen. Er musste operiert werden. Im April griff ein freilaufender Hund in Blankenburg im Landkreis Harz eine Passantin an und verletzte sie schwer. In einem anderen Fall biss ein angeleinter Hund einen Spaziergänger in Magdeburg. Der Halter gab seinen Vierbeiner nach Angaben der Polizei anschließend in ein Tierheim, weil er sich nicht in der Lage sah, den Hund zu bändigen.