IMK-Chef: Verweildauer in Ankerzentren muss einheitlich sein
Quedlinburg (dpa) - Bei der Einrichtung der geplanten, umstrittenen Asyl-Ankerzentren hält Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) einheitliche Regeln in den Ländern für nötig. Es brauche daher eine bundesgesetzliche Regelung, sagte der amtierende Vorsitzende der Innenministerkonferenz (IMK) der Deutschen Presse-Agentur. Es sei denkbar, die Verweildauer auf bis zu zwei Jahre festzulegen. Derzeit verfahre jedes Bundesland anders bei der Frage, wann Asylbewerber aus Erstaufnahme-Einrichtungen in die Kommunen verteilt werden.
Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will bis zum Herbst bis zu sechs Ankerzentren in einer Pilotphase einrichten. Die meisten Länder wollen sich bisher nicht beteiligen. Die Pläne sollen auch bei der Innenministerkonferenz in der kommenden Woche in Quedlinburg diskutiert werden.