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Inzidenz steigt auf 109: Engpass bei Impfstoff-Lieferung

Beim Impfen gegen das Coronavirus droht dem Land ein herber Rückschlag. Und das Infektionsgeschehen wird wohl nicht besser.

14.03.2021, 18:13
Sebastian Gollnow
Sebastian Gollnow dpa

Magdeburg/Berlin (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt nimmt das Corona-Infektionsgeschehen weiter zu. Binnen eines Tages wurden 294 neue Fälle gemeldet, wie das Sozialministerium am Sonntag mitteilte. Damit liegt die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie in Sachsen-Anhalt bei 65 350 (Stand: 14. März, 13:02 Uhr), als inzwischen genesen gelten 58 620 Menschen. Insgesamt 2608 Patienten sind bisher in Sachsen-Anhalt im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben, 67 Patienten befinden sich derzeit wegen dieser Erkrankung im Krankenhaus, davon müssen 39 Patienten künstlich beatmet werden.

Die Zahl der binnen sieben Tage gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) stieg auf einen Wert von 109,76. Am Samstag lag der Wert laut Ministerium bei 103,02, vor einer Woche (7. März) bei 89,26. Von dem Inzidenz-Wert ist abhängig, ob es zu Lockerungen oder Verschärfungen bei den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie kommt. Als kritisch gilt die Lage im Burgenlandkreis mit einer Inzidenz von 202,41, als entspannter im Altmarkkreis Salzwedel mit einem Wert von 27,67. Unterdessen sollen in Sachsen-Anhalt laut Ministerium künftig Apotheken kostenlose Corona-Schnelltests anbieten können.

Bundesweit lag der Inzidenz-Wert nach Angaben des Robert Koch-Instituts am Sonntagmorgen (7.19 Uhr) bei 79 nach 76,1 am Vortag und 66,1 vor einer Woche. Den höchsten Inzidenzwert unter den Bundesländern hatte laut RKI am Sonntagmorgen Thüringen mit 162, den niedrigsten Wert Schleswig-Holstein mit 50.

Unterdessen hat Sachsen-Anhalt einen Rückschlag bei den Impfungen gegen das Corona-Virus zu verkraften. Das Land erhält in den kommenden drei Wochen rund 70 Prozent weniger Impfstoffdosen des Herstellers Astrazeneca als bislang zugesichert, wie das Sozialministerium mitteilte. "Das ist ein herber Dämpfer für den Impffortschritt im Land. Darauf müssen wir reagieren und unsere Verteilung anpassen", sagte Ministerin Petra Grimm-Benne (SPD). Die reduzierten Lieferungen würden auf die Impfzentren in Magdeburg und Halle aufgeteilt, Impfungen bei der Polizei vorerst zurückgestellt.

Astrazeneca hatte angekündigt, statt der zuletzt anvisierten 220 Millionen Dosen nur noch 100 Millionen bis zur Jahresmitte an die EU-Staaten zu liefern. Der Konzern begründete dies unter anderem mit Exportbeschränkungen.

© dpa-infocom, dpa:210314-99-815355/3

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Angaben Robert Koch-Institut