Burg l Der Burger Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD) wehrt sich gegen Vorwürfe, die ihn in Zusammenhang mit einem Sexchat mit einem minderjährigen  Mädchen bringen. Die AfD hatte zuvor in einer Pressemitteilung die Vorwürfe verbreitet. Demnach soll Rehbaum dem Mädchen intime Bilder geschickt und versucht haben, ein Treffen zu vereinbaren. Bei der Polizei erstattete Rehbaum am Montag Anzeige.

Ein WhatsApp-Chatverlauf inklusive Bilder war der AfD nach eigenen Angaben per E-Mail geschickt worden, von einer unbekannten Mail-Adresse. Zudem waren die Daten auf einer Internetseite veröffentlicht worden, bei der anonym und ohne Anmeldung Beiträge geteilt werden können.

Daraufhin hatte die Gordon Köhler, Kreisvorsitzender der AfD im Jerichower Land, die Inhalte weiter verbreitet und von Rehbaum eine Erklärung gefordert. Ob die brisanten Daten tatsächlich authentisch sind, ist derzeit offen. Auf Grundlage des Blogeintrages hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen – von Amts wegen. Es bestehe der Anfangsverdacht des sexuellen Missbrauchs von Kindern, so Polizeisprecher Christian Sewina.

Rehbaum wiederum hat laut Polizei eine Gegenanzeige wegen Erpressung und anderer Straftaten erstattet. "Es wurden Ermittlungen in alle Richtungen eingeleitet", so Sewina. Öffentlich äußern will sich Rehbaum offenbar nicht. Der 51-Jährige reagierte auf mehrere Versuche der Volksstimme, von ihm eine Stellungnahme zu den Vorwürfen zu bekommen, nicht.

Rehbaum hatte vor wenigen Wochen erklärt, nicht erneut als Bürgermeister in Burg zu kandidieren. Stattdessen strebe er einen Spitzenposten in der Magdeburger Stadtverwaltung an.