Wernigerode l Beinahe schüchtern wirken sie noch, aber dennoch berichten sie überzeugt von ihrer Idee. Johann von Wangelin, Fabian Aschoff und Tom Plettner haben schon genaue unternehmerische Vorstellungen. Die Zehntklässler des Wernigeröder Stadtfeld-Gymnasiums nehmen an dem Planspiel des futurego-Wettbewerbs teil und versuchen sich als Unternehmer.

Durch den landesweiten Wettbewerb von futurego Sachsen-Anhalt haben die drei Jungs im Wirtschafts-Unterricht über eine Geschäftsidee nachgedacht und sind fündig geworden - eine App zum Scannen mit Rechtschreibfunktion. „Die Idee kam uns von einer App für mathematische Gleichungen“, erzählt Johann von Wangelin. Der 16-Jährige ist überzeugt, eine Marktlücke für Leute gefunden zu haben, die Texte korrigieren. Es soll eine Kombination aus Schrifterkennung und Rechtschreibprogramm sein.

Der Wettbewerb befindet sich in der zweiten Phase. Nachdem die Geschäftsidee zu einem Konzeptpapier ausgearbeitet wurde, konnten sich die drei Jungunternehmer Tipps von Profis aus der freien Wirtschaft holen. Dazu statteten sie der IT-Firma 3DQR in Magdeburg einen Besuch ab. An dem Praxistag „Heute Schüler morgen Chef“ hatten die jungen Leute die Möglichkeit, einen Tag lang aus erster Hand zu erfahren, wie es ist, ein Unternehmen zu führen, welche Entscheidungen getroffen werden und welche alltäglichen Aufgaben von Führungskräften gemeistert werden müssen.

Die Gründung der fiktiven Firma (W)right wurde von dem Schülerteam virtuell nachgestellt und eine Kostenstruktur für die ersten zwei Jahre erstellt. „Die Tipps zur Vermarktung waren gut“, sagt Fabian Aschoff. Die App soll sich hauptsächlich an Schüler richten und eine kostenlose Basisversion haben. „Je unkonventioneller, desto besser“, so der Schüler.

Ob es nur bei einer Idee bleibt, ist abzuwarten, sagt Steffen Kiesel. Der Projektmanager bei futurego begleitete die Schüler bei ihrem Besuch des Magdeburger Unternehmens. „Mit einer Fotobearbeitungssoftware wird jetzt ein Prototyp der Geschäftsidee angefertigt und ein Video-Spot gedreht“, erklärt er das weitere Vorgehen. Das große Ziel ist es jetzt, die App in dem Video-Spot so zu präsentieren, dass er auf der Abschlussveranstaltung im Juni in Köthen gezeigt werden kann.