Magdeburg l Tom Lukas Rozs und Paul Lukas Allritz waren gemeinsam mit zwei Jugendlichen aus dem Saarland die Vertreter Deutschlands bei der europäischen Anhörung „Inclusive education: Take action!“ Zum vierten Mal seit 2003 trafen sich zu dieser Veranstaltung rund 250 junge Menschen mit und ohne Behinderung zwischen 14 und 25 Jahren aus ganz Europa, um sich darüber auszutauschen, wie Inklusion in ihrem Land und speziell an ihren Schulen funktioniert.

Vor wenigen Tagen nun folgten die beiden Magdeburger Schüler einer Einladung von Kultusminister Stephan Dorgerloh, der sich von dem europäischen Treffen berichten ließ und den Schülern für ihre Bereitschaft und ihren Einsatz dankte.

„Wenn wir noch einmal gefragt werden würden, wir würden sofort wieder mitmachen“, lautete das Fazit der Schüler in diesem Gespräch. Beide zeigten sich beeindruckt von der professionellen Durchführung, der guten Betreuung und dem internationalen Flair der Veranstaltung. „Wir haben uns ein bisschen gefühlt wie echte Politiker“, erzählen sie. Vorbereitet haben sich Tom Lukas und Paul Lukas gemeinsam mit ihrem Klassenleiter Ingo Redlingshöfer, der sie auch zur Anhörung begleitete. „Die Zugfahrt nach Luxemburg haben wir genutzt, um unsere Diskussionsbeiträge in englischer Sprache zu üben“, berichtet der Lehrer.

So konnten die beiden berichten, was an ihrer Schule getan wird, um beeinträchtigten Schülerinnen und Schülern das Lernen gemeinsam mit ihren nicht beeinträchtigten Altersgenossen zu ermöglichen. Aus eigenem Erleben wissen sie, was in der Schulpraxis bereits gut funktioniert und wo es noch Nachholbedarf gibt: Paul Lukas lebt selbst mit einer Beeinträchtigung des Hörvermögens, ist aber – da waren sich beide Schüler einig – vollständig in den Unterricht und das Schulleben integriert.

Und so konnten sie dem Kultusminister berichten, dass Deutschland in puncto Inklusion und gemeinsames Lernen mit zu den Besten in Europa gehört. Und dass die Reise nach Luxemburg eine einzigartige Chance für sie war, sich einmal wie ein Politiker auf internationalem Parkett zu fühlen.