Kali&Salz ist einer der größten Betriebe in Sachsen-Anhalt. Ein Produktionsende wäre ein wirtschaftliches Desaster; fast 2000 Familien würden in die Arbeitslosigkeit stürzen. Alternativen sind in der Region nicht in Sicht, da Sachsen-Anhalt nur wenige große Firmen zu bieten hat. Daher ist es wichtig, dass K+S seinen neuen Kaliberg bauen darf, damit die Produktion weitergeht. Selbstverständlich müssen dabei alle Vorgaben penibel eingehalten werden. Die EU-Wasserrichtlinien sind äußerst scharf. Die neue Halde dürfte daher deutlich weniger belastend sein als die alte.

Problematisch bleibt aber offenbar der Umgang des Unternehmens mit Anwohnern. Dass die Betroffenen - wie etwa in Niegripp - Ängste haben, ist doch verständlich. Wenn auch der Boden sich nur langsam senkt, es bleibt ein mulmiges Gefühl. Und wenn es morgens bei den Sprengungen bollert, auch. Die Anwohner wollen ernst genommen werden. K+S muss mit mehr Fingerspitzengefühl agieren.