Magdeburg l Ein CDU-Parteitag bestimmt am Sonnabend, ob Friedrich Merz, Norbert Röttgen oder Armin Laschet künftig die Partei führen werden. Bei der Union in Sachsen-Anhalt hat Merz die besten Chancen„Wie im Landesverband wünschen sich bei uns die meisten Friedrich Merz“, sagt der CDU-Landtagsabgeordneter Markus Kurze. „Die vielen hart arbeitenden Menschen erwarten Politik mit Augenmaß. Weder Klimaschutz noch humanitäre Hilfen sind unbegrenzt möglich“, sagt der parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion. „Wir Deutsche leisten deutlich mehr, als die meisten anderen Länder. Wir brauchen Motivation in allen Bereichen, um Deutschland und Europa weiterhin stark zugestellten. Merz verkörpert einen ehrlichen Neustart, in dem er von außen kommt und unabhängig scheint“, argumentiert der Burger.

Auch Michael Hoffmann (CDU), Stadtrats-Chef in Magdeburg bekennt sich zu Merz: „Ich bin im Landesvorstand des Wirtschaftrates, Friedrich Merz ist Vizepräsident im Bund – da ist klar, dass ich ihn wählen würde.“ Auf Vertreter des wirtschaftsliberalen Flügels sei unter Angela Merkel und Annegret Kramp-Karrenbauer zu wenig gehört worden. Hoffmann betont: „Wichtig ist aber auch: Wir müssen in einer Volkspartei aber alle mitnehmen.“

Für jüngere CDU-Politiker, ist Merz offenbar eher ein Notnagel. Christoph Bernstiel, CDU-Bundestagsabgeordneter aus Halle erklärt: „Mein Wunschkandidat ist nach wie vor Jens Spahn. Da dieser jedoch nicht zur Wahl steht, werde ich Friedrich Merz unterstützen. Er steht zwar oft, wie ich finde zu unrecht, in Kritik, aber Friedrich Merz ist der Einzige der drei Bewerber, der Spitzenämter innerhalb und außerhalb der Politik bekleidet hat.“

Ähnlich sieht es sein Magdeburger Kollege Tino Sorge: „Ich persönlich hätte mir allerdings eine Kandidatur von Jens Spahn gewünscht, den ich seit vielen Jahren als Politiker und Mensch kenne und schätze. Er wäre ein klares Signal für einen Generationenwechsel und hat in der Corona-Pandemie Führungsstärke bewiesen.“

Bernstiel und Sorge sind Parteitagsdelegierte, wie auch die Harzer Bundestagsabgeordnete Heike Brehmer. Sie gibt sich diplomatisch: „Ich halte alle bisherigen Kandidaten geeignet, Bundesvorsitzender zu werden. Für mich persönlich ist es wichtig, dass der neue Vorsitzende auch die neuen Bundesländer gleichermaßen unterstützt.“