Magdeburg/Erfurt (dpa) l Sowohl zwischen den Bundesländern als auch international müsse enger zusammengearbeitet werden, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Dabei gehe es etwa um die Nutzung gemeinsamer Datenbanken, um schneller zu erkennen, ob mehrere Teams an gleichen oder ähnlichen Fällen arbeiteten. Zudem komme es darauf an, dass die Länder ihr Personal aufstockten, um Kinderpornografie im Netz aufzuspüren. In Sachsen-Anhalt werde diese Arbeit von Experten im Landeskriminalamt koordiniert. Für die Zukunft könne es helfen, wenn mehr IT-Spezialisten im Land wie bundesweit gefunden werden könnten.

Stahlknecht und seine Amtskollegen von Bund und Ländern wollen Maßnahmen zur Bekämpfung von Kindesmissbrauch ab Mittwoch auf einer dreitägigen Innenministerkonferenz in Erfurt bereden. Ein Anlass ist, dass Anfang Juni erneut ein Fall von schwerem sexuellen Missbrauch mehrerer Kinder in Münster bekannt geworden war. Der 27 Jahre alte Hauptverdächtige war wegen des Besitzes von Kinderpornografie zweifach vorbestraft. Bislang gab es in dem Fall in Münster Festnahmen von elf Tatverdächtigen aus mehreren Bundesländern. Sieben von ihnen sitzen in Untersuchungshaft.

Die Union hatte daraufhin Strafverschärfungen verlangt. Auch Bundesjustizministern Christine Lambrecht (SPD) will rasch härtere Strafen auf den Weg bringen.