Die Masche ist nicht neu: Die AfD, die gern selbst Geflüchtete ausgrenzt, fühlt sich mal wieder diffamiert. Diesmal sind die Kirchen die Bösen. Die Rechtspopulisten suchen sich immer wieder die Opferrolle aus.

Dürfen die Kirchen mit Blick auf die AfD von einem zunehmende Klima der Angst und Denunziation sprechen? Natürlich. Sie dürfen es nicht nur, sie müssen es sogar! Institutionen, die sich der Botschaft Jesu von der Nächstenliebe verpflichtet haben, müssen ihre Stimme erheben, wenn Menschen wegen ihrer Herkunft mit dumpfen Vorurteilen abgewertet werden. Solche Parolen vergiften das gesellschaftliche Klima.

Die AfD entlarvt sich selbst, Missgunst ist ihr Antrieb. Indem sie die Kirchen als „Hauptprofiteure der Asylkrise“ hinstellt, verspottet sie die vielen Ehrenamtlichen, die sich aufopferungsvoll um Geflüchtete kümmern. Wie sähe nur unsere Gesellschaft aus, wenn wir tatsächlich auf dieses Mindestmaß an Mitmenschlichkeit verzichten würden?