Wittenberg (dpa) l Die Bundeswehr hat für den Abschlussgottesdienst des Evangelischen Kirchentags in Wittenberg eine Pontonbrücke über die Elbe errichtet. Die ersten Besucher nutzten die rund 100 Meter lange Querung am frühen Sonntagmorgen auf dem Weg zum Festgelände. "Wir können jetzt sicherstellen, dass alle pünktlich zum Gottesdienst auf die Wiese gelangen", sagte der Landrat des Landkreises Wittenberg, Jürgen Dannenberg (Linke), bei der Freigabe der Brücke. Zum Gottesdienst, der um 12 Uhr beginnt, werden rund 100.000 Besucher erwartet. Die Pontonbrücke stellt die kürzeste Verbindung zur Wittenberger Altstadt her.

Die Brücke besteht aus mehreren Faltelementen aus Stahl. Mit Drahtseilen ist das Bauwerk am Ufer verankert. Zudem halten sechs Boote die Brücke mit Motorkraft gegen die Strömung in Position, wie der Kommandeur des Bundeswehr Landeskommandos Sachsen-Anhalt, Halvor Adrian sagte. "Über die Brücke könnten 90-Tonnen-Panzer fahren – Zehntausende Fußgänger sind da kein Problem." Rund 100 Pioniere der Bundeswehr waren in der Nacht mit dem Aufbau beschäftigt. Das Technische Hilfwerk (THW) stellte an Land den Anschluss an die Brücke mit soliden Stegen und Übergängen her. Die Pontonbrücke soll bis 22 Uhr in Position bleiben.