Magdeburg (dpa) l Sachsen-Anhalt muss sich aus Sicht von Umweltministerin Claudia Dalbert besser an die Folgen des Klimawandels anpassen. Mit extremen Wetterereignissen wie Sturzfluten, Schlammlawinen, Hitzewellen oder Dürren sei in Zukunft häufiger zu rechnen, sagte die Grünen-Politikerin am Dienstag in Magdeburg. Betroffen seien davon vor allem Land- und Forstwirte. Das Land hat deshalb seine Strategie zur Anpassung an den Klimawandel überarbeitet.

Dalbert verwies in erster Linie auf Forschungen der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau. Bodenschonende und wassersparende Anbauverfahren würden erprobt. Es gehe auch um die Umstellung auf Nutzpflanzen, die bei Trockenheit weniger anfällig sind. Die Landesanstalt bietet den Angaben zufolge zudem Fortbildungen für Landwirte an, um Wissen aus der Forschung in die Praxis zu holen.

Eine wichtige Rolle bei der Anpassung an den Klimaschutz spielt laut Dalbert auch der Hochwasserschutz. Das Land setze auf verschiedene Schutzmaßnahmen wie etwa Hochwassergefahrenkarten. Den Flüssen soll durch die Rückverlegung von Deichen im Hochwasserfall zudem mehr Platz gelassen werden. Auch der Umgang mit Starkregen soll in die Managementpläne zum Hochwasserschutz aufgenommen werden.

Auch die Städte müssten fit gemacht werden für den Klimawandel. "Wir brauchen mehr Grün in der Stadt", sagte Dalbert. Beim Städtebau seien Belüftungsschneisen wichtig, damit sich Hitze weniger staue.