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Knobloch: Ein jüdischer Mensch lebt immer noch gefährlich

21.07.2020, 15:16

Magdeburg/München (dpa) - Die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch, fordert von der Gesellschaft deutliche Zeichen gegen Antisemitismus. "Ein jüdischer Mensch, der in der Stadt als solcher zu erkennen ist, lebt immer noch gefährlich", sagte Knobloch der Rhein-Neckar-Zeitung (RNZ) anlässlich des Prozesses zum antisemitischen Anschlag in Halle.

"Es müsste jetzt deutlich sichtbare Zeichen gegen Antisemitismus geben von einer Gesellschaft, die versteht, dass sie selbst mit bedroht ist. Das sehen wir aber noch viel zu selten." Mit jedem Vorfall schwinde das Vertrauen in den jüdischen Gemeinden, sagte die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern.

Rund neun Monate nach dem rechtsterroristischen Anschlag von Halle mit zwei Toten und mehreren Verletzten begann am Dienstag in Magdeburg der Prozess gegen den Angeklagten.