Voller Freude verkündete der Deutsche Fußball-Bund (DFB) den Drittliga-Neustart am 30. Mai. Die Verantwortlichen um DFB-Präsident Fritz Keller und Vizepräsident Peter Frymuth betonten, wie wichtig es jetzt ist, das Hygienekonzept umzusetzen und solidarisch zu sein.

Diese Worte dürften viele Drittligisten als Hohn und verlogen empfinden. Denn der DFB missachtet sogar selbst aufgestellte Regeln: So wird das als unverhandelbar titulierte Hygienekonzept ignoriert, um den Neustart durchzudrücken. Einige Vereine, unter anderem der 1. FC Magdeburg, können nämlich bis zum 30. Mai nicht alle Anforderungen erfüllen.

Auch politische Verfügungen sind dem Verband offenbar egal. Zudem verkommt der außerordentliche DFB-Bundestag am Montag zum Papiertiger. Und das, obwohl er einberufen wurde, um über einen Drittliga-Neustart abzustimmen.

Fair-Play, Integrität, Respekt und Solidarität – diese Werte stehen in der DFB-Satzung. Und der Verband tritt sie mit Füßen. Sport