Milliardenschwere Ansiedlung Kommentar: Intel pokert weiter
Der US-Chipriese verschiebt nun doch den Baustart für zwei Mega-Fabriken in Magdeburg.

Nun also doch! Intel-Vorstand Esfarjani bestätigt, was die Volksstimme schon im Dezember geschrieben hatte. Der eigentlich für das erste Halbjahr 2023 geplante Baustart für die Mega-Fabriken in Magdeburg verschiebt sich.
Frühestens im nächsten Jahr soll es losgehen. Die Debatte dreht sich nun nicht mehr allein um milliardenschwere Subventionen. Zunehmend rücken die hohen Energiekosten in den Vordergrund. Intel hat deutlich gemacht, dass viel niedrigere Preise zwingende Voraussetzung für den Bau der Fabriken sind. Soll das Projekt Wirklichkeit werden, müssen Bund, Land und Stadt dem Konzern weiter entgegenkommen.
Zwar hat sich Intel-Chef Gelsinger ausdrücklich zur Milliarden-Investition bekannt. Dass der US-Konzern jetzt aber pokert, ist nicht zu beanstanden. Die US-Regierung hat zuletzt ihre Subventionen für Zukunftstechnologien erhöht. Im weltweiten Ringen um attraktive Ansiedlungen muss Magdeburg wettbewerbsfähig bleiben.