Flüchtlingspolitik Kommentar zu Hotel-Unterkunft für Asylsuchende: Alle Möglichkeiten ausschöpfen
Das Land Sachsen-Anhalt hat in Merseburg ein Hotel für bis zu 250 Asylsuchende angemietet. Warum das richtig ist.

Die Zahl der Asylsuchenden in Sachsen-Anhalt steigt stetig. Die Aufnahmefähigkeit der Kommunen ist nahezu erschöpft. Schon wird über die Unterbringung von Flüchtlingen in Turnhallen oder Zelten diskutiert. Und das im Winter. So weit darf es nicht kommen.
Darum ist es gut und richtig, dass Innenministerin Zieschang alle Möglichkeiten ausschöpft, um die Kommunen zu entlasten. Dazu gehört die jetzt erfolgte Anmietung eines Hotels. Dort können Asylsuchende untergebracht werden, bis Landkreise und kreisfreie Städte weitere Unterkünfte hergerichtet haben.
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Die Ministerin muss aber auch die Akzeptanz der Menschen vor Ort im Blick behalten. Da ist ihre bisherige Informationspolitik zur neuen Unterbringung in Merseburg suboptimal. Mehr Transparenz ist unerlässlich.
Die AfD kündigt nun „Widerstand“ an. Auf dem Rücken der Asylbewerber wird Stimmung gemacht. Das ist perfide und brandgefährlich.