Magdeburg l Um die zunehmenden Konflikte zwischen deutschen Anwohnern und rumänischen  Zugezogenen in einem Stadtviertel zu lösen, will Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) jetzt auch die Polizei einschalten. Mitarbeiter des Ordnungsamtes sehen sich allein überfordert. Trümper sagte der Volksstimme, nach Absprache mit dem Innenministerium wird eine entsprechende Arbeitsgruppe der Stadt ab 1. August durch die Polizei verstärkt.

In die Wohnblöcke am Moritzplatz im Stadtviertel Neue Neustadt sind in den vergangenen Jahren 1200 Rumänen eingezogen. Anwohner beschweren sich über Lärm bis in die Nacht, Müll und wachsende Kriminalität. Im Juni war ein aufgebrachter Deutscher mit zwei Hunden und Schwert auf Rumänen losgegangen, worauf mehr als 50 Männer zu Stangen und Stühlen griffen. Die Polizei spricht von einer zunehmenden Verrohung.

Trümper will zudem prüfen, wie etliche  Rumänen trotz fehlender Deutschkenntnisse zu einer Gewerbeerlaubnis kommen. Es besteht der Verdacht, dass sich einige dadurch Hartz-IV-Leistungen erschleichen. Dem MDR sagte Trümper: „Wenn ich 70 Prozent Rumänen habe, die da wohnen, ist der Punkt schon überschritten, wo ich Integrationsmaßnahmen vernünftig steuern kann."