König kritisiert Ferkelkastration ohne Betäubung
Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Tierschutzbeauftragter Marco König hat die Entscheidung auf Bundesebene, Ferkel weiter ohne Betäubung kastrieren zu dürfen, scharf kritisiert. Die Verlängerung um zwei Jahre sei aus rein wirtschaftlichen Gründen gefallen, sagte König in Magdeburg. "Man entscheidet sich für die Wirtschaft und gegen das Tierwohl." Alternative Methoden für die Kastration seien erprobt und einsetzbar. "Aber das kostet natürlich Geld und Aufwand." Dazu sei die Branche offensichtlich nicht bereit. Stattdessen werde behauptet, die neuen Methoden seien noch nicht praxisreif. Nach der Entscheidung des Bundestags hatte die Verlängerung der Übergangsfrist bis Ende 2020 am Freitag auch den Bundesrat passiert.