Dessau-Roßlau (dpa) l Nur wenige Menschen in Sachsen-Anhalt sind in dieser Saison bislang an Grippe erkrankt. Es zeichne sich noch keine Krankheitswelle ab, sagte eine Sprecherin des Landesamts für Verbraucherschutz in Dessau-Roßlau. Konkrete Angaben lagen aber zunächst nicht vor. Nach den aktuellsten Daten waren in der vorletzten Dezemberwoche Meldungen über 18 vom Influenzavirus betroffene Patienten eingegangen. Deutschlandweit sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin derzeit zwischen 200 und 300 nachgewiesene Grippe-Fälle bekannt. Zu Spitzenzeiten seien pro Woche jedoch Zehntausende Menschen betroffen, so eine RKI-Sprecherin.

Die Grippe-Saison beginnt in der Regel im Januar und dauert den Angaben zufolge drei bis vier Monate an. Grippe-Erkrankte klagen meist über Fieber, Husten sowie Glieder- und Kopfschmerzen. Nach fünf bis sieben Tagen genesen die Betroffenen normalerweise. In akuten Fällen oder bei Vorerkrankungen kann eine Grippe auch zum Tod führen. Die Grippewelle im vergangenen Winter werteten Experten als stärkste seit Jahren. Nach Schätzungen starben daran mehr als 20.000 Menschen bundesweit, vor allem Ältere.

Ähnliche Symptome treten auch bei Erkältungen auf, so die RKI-Sprecherin. Eine Erkältung beginne jedoch meist schleichend, sei nur selten von starken Schmerzen begleitet und das Gefühl von Abgeschlagenheit sei weniger ausgeprägt. Die Erkältungswelle sei bereits im November gestartet, hieß es. Über Weihnachten und Neujahr stagnierte sie jedoch. Der Grund: Zu dieser Zeit waren die meisten Sachsen-Anhalt nicht auf Arbeit. Auch Schulen und Kitas waren zu. Somit gab es weniger Ansteckungsmöglichkeiten.

Betroffene sollten sich nach Angaben des RKI zu Hause auskurieren und engen Kontakt zu anderen Menschen meiden. Zudem sollten Zimmer regelmäßig gelüftet werden, um potenzielle Erreger in der Luft zu verringern. Vor der Grippe-Saison raten viele Experten zu Impfungen.