Magdeburg (dpa) l  2016 wurden nach Angaben der Landesregierung Sachsen-Anhalt landesweit 13 Rinder, Pferde, Schweine und Schafe gestohlen, fünf Jahre zuvor seien es noch 32 Stück Großvieh gewesen. Der Schaden ging demzufolge von knapp 202.000 Euro im Jahr 2011 auf nunmehr fast 20.000 Euro zurück. Allerdings würden weniger Tierdiebe ermittelt. 2011 seien noch rund 47 Prozent der Fälle aufgeklärt worden, fünf Jahre später nur noch knapp 31 Prozent.

Die Polizei stehe bei der Aufklärung vor besonderen Schwierigkeiten, wie aus der Antwort der Landesregierung auf einen Kleine Anfrage des AfD-Abgeordneten Hannes Loth weiter hervorgeht. So würden Diebstähle aus Herden nicht sofort erkannt, die Beamten würden spät informiert. Die landwirtschaftlichen Betriebe und Bauernhöfe befänden sich überwiegend in gering besiedelten Regionen, dort gebe es zu den meist nächtlichen Tatzeiten kaum Zeugen. Zudem nützten die üblichen kriminalistischen Methoden wenig, weil etwa Spuren von Reifen oder Schuhen schon vernichtet seien. Auch Fährtensuchhunde hätten es wegen der Bodenverhältnisse und Fremdgerüche schwer.

Jüngsten Angaben des Statistischen Landesamts zufolge halten Landwirtschaftsunternehmen mehr als 335.000 Rinder, rund 1,12 Millionen Schweine und etwa 83.000 Schafe.