Nach dem sprunghaften Anstieg politisch motivierter Straftaten vor allem in den Jahren 2015 und 2016 ist endlich wieder ein Lichtblick zu sehen. Zum einen gingen die Fälle deutlich zurück und zum anderen stieg die Aufklärungsquote auf knapp 50 Prozent. Das ist eine erfreuliche Entwicklung, die sich 2017 nur zögerlich andeutete, sich im vergangenen Jahr aber deutlich fortgesetzt hat.

Lichtblick auch deshalb, weil sich ganz offensichtlich die mit der Flüchtlingskrise vor vier Jahren aufgekommene, oft völlig überhitzte Debatte glücklicherweise in ein normales Maß zurückbewegt hat. Schmierereien und Gewalt jeglicher Art gehören in keinerlei politische Auseinandersetzung und müssen konsequent verfolgt werden. Egal, aus welchem extremistischen Lager die Täter auch immer kommen. Die Gerichte müssen nun noch ihre Arbeit machen. Und nicht nur sie, der Kampf gegen solche Kriminalität bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, damit die Trendwende nicht nur ein statistischer Ausreißer bleibt.