Sachsen-Anhalt ist im Vergleich der bundesdeutschen Flächenländer bereits jetzt Spitzenreiter beim Geldausgeben. Und das bei einer Rekordverschuldung von 20 Milliarden Euro. Davon ganz offensichtlich unbeeindruckt haben die Ministerien für das nächste Jahr noch einmal Extra-Wünsche von 1000 Millionen Euro (!) angemeldet.

Das Spiel um Macht und Moneten hat begonnen. Die Haushaltsverhandlungen für 2019 werden zu einem harten Belastungstest für die Kenia-Koalition. Sicher ist: Das Dreierbündnis wird weiter teuer fürs Land, da jeder seine Projekte durchsetzen will. Die Grünen haben erst kürzlich den Etat zur Nagelprobe für den Fortbestand der Koalition erklärt.

Sprudelnde Steuereinnahmen verleiten schnell dazu, das Geld mit vollen Händen auszugeben. Dieser Gefahr dürfen die Politiker nicht gänzlich erliegen. Das Land braucht eine Finanzpolitik mit Augenmaß. Denn es kommen auch wieder schlechte Zeiten. Dafür muss jetzt, in guten Zeiten, vorgesorgt werden.