Baustellen Sachsen-Anhalt

Im April starten einige Großbaustellen in Sachsen-Anhalt

Von Jens Schmidt

Magdeburg. Mehr als 300 Millionen Euro fließen  dieses Jahr in die Reparatur von Sachsen-Anhalts Bundes- und Landesstraßen. „Die Coronakrise schlägt bei uns zum Glück bislang nicht durch“, sagt Stefan Hörold vom Landesstraßenbauamt. Mehr als 60 Prozent der für dieses Jahr geplanten  Aufträge seien bereits vergeben.  „Das ist ein ordentliches  Tempo.“ Massive Staugefahren sieht der ADAC noch nicht. „Solange der Tourismus noch brachliegt,  solange bleibt es meistens entspannt“, sagt Christine Rettig vom ADAC. Dennoch sei Vorsicht geboten – wo gebaut wird, sind die Fahrspuren  eng.

Die größten Baustellen:

Autobahn A 2 und Magdeburger B 1: Die Elbebrücke Hohenwarthe bleibt eine Baustelle. Im Inneren ist der Stahl gerissen.  Noch bis Ende Juni wird die Brücke in Richtung Hannover repariert. Statt drei stehen nur zwei Spuren zur Verfügung. Ab Oktober ist die Brücke in Richtung Berlin an der Reihe. In der Zwischenzeit saniert Magdeburg  die Bundesstraße 1 im Osten der Stadt  (Nähe Stadion). Von Mitte August bis Ende September wird der Verkehr umgeleitet.

 Autobahn A 9: Im Süden werden weitere vom Betonkrebs befallene Pisten erneuert.   Die mit 20 Kilometer Länge größte Baustelle liegt Wischen Großkugel und Bitterfeld (Richtung Berlin). Um die Nerven nicht zu stark zu strapazieren, wird die Strecke in mehreren Etappen saniert. Los geht es Mitte April.

Fast 250 Kilometer Autobahn und damit fast ein Drittel aller Betonpisten in Sachsen-Anhalt waren von Betonkrebs befallen. Jedes Jahr werden einige Abschnitte erneuert. Die A 14 ist mittlerweile geheilt. Bestimmte Kiese waren die Ursache für die sogenannte Alkali-Kieselsäure-Reaktion. Dabei  zerbröselt die Fahrbahn.  

A 36 im Harz: Zwischen Halberstadt und Wernigerode sowie zwischen Quedlinburg und Aschersleben kommt neuer Asphalt auf die Straße. Bis September schleicht der Verkehr durch enge Fahrspuren auf der Gegenseite.

B 189: Die vierspurige Umfahrung Wolmirstedt, zugleich Zubringer für die A 14 Nord, ist in Richtung Norden ab  dem Mittellandkanaltunnel dicht. Ab 26. April wird neu asphaltiert. Der gesamte Verkehr muss auf die Gegenfahrbahn.

Landesstraße Sandersleben: Diese Strecke ist eine beliebte Abkürzung  zur A 38 (Göttingen) sowie zur A 71 (Erfurt). Die Straße wird jetzt runderneuert und ist bis Juni gesperrt. So lange bleibt der 30 Kilometer längere Umweg über das Schkeuditzer  Kreuz die bessere Alternative.

Mehrere  Bau- und Engstellen  gibt es auf der B 1: So bei Bornstedt ab 25. Mai und Alleringersleben ab 1. September.