Bis zu 900 Euro Wert

So viele Geschenke bekam Ministerpräsident Haseloff in den vergangenen fünf Jahren

Wenn der Ministerpräsident Sachsen-Anhalts durchs Land reist, gibt es nicht selten Geschenke. Doch was passiert mit den Büchern, Tassen oder sonstigen Mitbringseln?

13.10.2021, 07:00 • Aktualisiert: 13.10.2021, 07:47
Rund 100 Geschenke sind Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) in der vergangenen Legislaturperiode überreicht worden.
Rund 100 Geschenke sind Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) in der vergangenen Legislaturperiode überreicht worden. Foto: imago images/Political-Moments

Magdeburg/dpa - Rund 100 Geschenke sind Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) in der vergangenen Legislaturperiode überreicht worden. Dabei habe der Wert der vielen Präsente zwischen 2 und 899 Euro gelegen, teilte die Staatskanzlei auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Den „höchsten Wert hat eine Gedenkmedaille auf den 1100. Jahrestag der Erhebung Heinrich I. zum deutschen König.“

Es gibt laut Staatskanzlei keine Regelung, welchen Wert das Geschenk nicht überschreiten dürfe. Denn die Mitbringsel würden ohnehin ins Landesvermögen überführt. Die Geschenke werden dann zumeist in der Staatskanzlei verwahrt oder teilweise auch ausgestellt. „Beispielsweise gibt es vor dem Kabinettssaal eine Vitrine, in der einige Geschenke auch zu sehen sind“, erzählte ein Sprecher der Staatskanzlei.

Geschenke für den Ministerpräsidenten werden meist vorab abgesprochen

Zur Frage, ob es denn besonders kuriose Geschenke gegeben habe, äußert sich der Sprecher diplomatisch: „Die Geschenke an den Ministerpräsidenten stellen meistens einen regionalen Bezug zum Schenkenden her. So thematisiert das Geschenk eines Botschafters bei dessen Antrittsbesuch stets dessen Heimatland.“

Auch kommt die Geschenkübergabe laut Staatskanzlei selten überraschend. Der Geschenkeaustausch werde in der Regel vorab zwischen den beteiligten Protokollstellen abgestimmt. „Die Übergabe von Geschenken erfolgt meist auf direktem Wege zwischen den Hauptakteuren.“

Der Ministerpräsident verschenkt im Gegenzug laut Staatskanzlei „ausnahmslos Geschenke mit Bezug zum Land“. Vorzugsweise seien dies Bücher, Grafiken oder auch Weine aus dem Saale-Unstrut-Gebiet.