Magdeburg (dpa) l Sachsen-Anhalt investiert 2018 wieder Millionen in neue Ausrüstung für die Polizei. Rund 18 Millionen Euro sollen für neue Waffen, Schutzwesten, weitere Dienst- und Schutzkleidung sowie für neue Fahrzeuge ausgegeben werden, wie Innenminister Holger Stahlknecht der Deutschen Presse-Agentur sagte. Im Jahr 2017 seien sogar fast 23 Millionen Euro geflossen. "Es kamen neue Helme, wir haben Schutzwesten, wir haben besondere Wagen angeschafft, da ist auch das gepanzerte Fahrzeug dabei", zählte der CDU-Politiker auf. Laut Ministerium wurden etwa mehr als 2000 neue Schutzhelme gekauft.

Zwischen 2011 und 2016 habe Sachsen-Anhalt bereits 106 Millionen Euro in die Ausstattung der Polizei gesteckt, sagte Stahlknecht weiter. Zuletzt hatte das Land ein sogenanntes Anti-Terror-Paket aufgelegt, zu dem unter anderem die neue Schutzausrüstung gehört. Sie wird über mehrere Jahre verteilt angeschafft. Die neuen Schutzwesten etwa sollen besser dem Beschuss aus größeren Kalibern standhalten als ihre Vorgänger – und wiegen dabei weniger als die Hälfte.

Zudem begann das Land damit, seine Hubschrauberflotte zu modernisieren. Im Mai trat ein 14 Meter langer Helikopter mit modernster Technik seinen Dienst in der Polizeihubschrauberstaffel an und löste eine 25 Jahre alte Maschine ab. 2018 soll ein weiterer Helikopter gleichen Typs bestellt werden, wie Innenminister Stahlknecht sagte. Der Hubschrauber soll 2020 einsatzbereit sein. "Dann haben wir zwei Hubschrauber, die hochmodern sind und die dann auch noch mal 20 Jahre auf dem neusten Stand der Technik sind."

Während bei der Ausrüstung also aufgestockt wird, geht es personell noch einmal abwärts. "2018 wird von der Personalsituation das schwierigste Jahr werden, weil wir da wirklich in der Talsohle sind", gab Stahlknecht zu bedenken. Allerdings sei das Umsteuern gelungen. "Wir sind, was die Polizei angeht, finde ich persönlich, auf einem wirklich guten Weg." Es sei gelungen, die Zahl der Polizeianwärter binnen eines Jahres auf 700 zu verdoppeln.

Die im Herbst gestartete Werbekampagne für den Beruf werde gut angenommen und lasse hoffen, dass auch in den kommenden Jahren die anvisierte hohe Zahl an geeigneten Bewerbern gefunden werde. Wenn das gelingt, könnten nach Einschätzung des Ministers schon 2020 wieder 6400 statt 5700 Polizisten auf den Straßen für Ordnung sorgen.