Magdeburg l Die Linke will die Droge Cannabis legal zugänglich machen. Dazu gab es am Freitag eine Debatte im Landtag. „Cannabis ist die meistgenutzte illegale Droge mit den geringsten gesundheitlichen Auswirkungen“, sagte Henriette Quade (Linke). „Ihr Verbot ist willkürlich, es ist weder intelligent noch zielführend.“

Sebastian Striegel (Grüne) sprach von einem „Recht auf Rausch“. Außerdem: „Ich sehe keinerlei Grundlage, erwachsenen Menschen ihren Feierabend-Joint zu verbieten.“

Turbulent wurde es, als der CDU-Abgeordnete Detlef Gürth den Grünen-Politiker mit
ernster Miene fragte, ob er selbst schon Cannabis konsumiert habe. Striegel antwortete mit Ja. Gürth hakte nach, wollte wissen, wie und wo genau Striegel an die Droge gekommen sei: „Können Sie mir einen netten Dealer empfehlen?“ Striegel blockte ab: „Niemand ist verpflichtet, sich selbst zu belasten.“

Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) lehnt es indes ab, die Droge zu legalisieren. Gerade für Jugendliche berge der Konsum von Cannabis große Risiken, sagte sie.

CDU-Politiker Tobias Krull betonte: „Cannabis ist nicht harmlos.“ Ein Risiko für psychische und organische Schäden sei belegt. Und Hans-Thomas Tillschneider (AfD) rief Linken und Grünen zu: „Hemmungslose Lustmaximierung sollte der Staat nicht fördern.“