Magdeburg l André Poggenburg will trotz seines Austritts aus der AfD weiter in der AfD-Landtagsfraktion verbleiben. Das teilte der frühere AfD-Landes- und Fraktionsvorsitzende am Montag mit. Da der „Aufbruch deutscher Patrioten“ (AdP) - die von Poggenburg neu gegründete Partei - einer Kooperation mit der AfD in den Länderparlamenten grundsätzlich positiv gegenüberstehe, sei es für ihn "verpflichtend, auch jetzt der Fraktion meine weitere Mitarbeit anzubieten", schreibt Poggenburg. Und: „Unserer Fraktion würde somit nichts von ihrer Kapazität verloren gehen, eine Abspaltung wäre meinerseits nicht zwingend erforderlich.“

Poggenburg hatte am Donnerstag seinen Austritt aus der AfD erklärt. „Leider hat die Entwicklung innerhalb der AfD in den letzten Wochen und Monaten gezeigt, dass diese nicht mehr wirklich meine politische Heimat ist“, begründete er diesen Schritt. Zuvor hatte der AfD-Bundesvorstand beschlossen, beim Landesschiedsgericht Sachsen-Anhalt eine Amtsenthebung Poggenburgs als AfD-Kreischef des Burgenlandkreises und eine zweijährige Ämtersperre zu beantragen.

Die AfD-Landtagsfraktion wird am Dienstag über einen Antrag auf Ausschluss Poggenburg aus der Fraktion diskutieren. Ein Beschluss darüber wird erst in der nächsten Woche erwartet.