Magdeburg/Frankfurt (Main) l Der Verband der Logistiker hat die Industrie- und Handelsunternehmen aufgefordert, Lastwagenfahrern den Zugang zu sanitären Einrichtungen an den Be- und Entladestellen zu gewähren. "Man kann den Leuten nicht zumuten, dass sie sich nicht waschen können oder ins Gebüsch gehen müssen", sagte ein Sprecher des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL/Frankfurt). Dabei gelte es das Kontaktverbot und die Hygienevorschriften zur Eindämmung der Corona-Pandemie einzuhalten.

Die Gesellschaft sei gerade in diesen besonderen Zweiten auf Menschen angewiesen, die mit ihrer Arbeit die Versorgung der Bevölkerung gewährleisten. Positiv seien Initiativen wie auch an Raststätten, wo Fahrer kostenlos duschen und warmes Essen bekämen.

So gut es hingegen gemeint sei, wenn Unternehmen, die Ware geliefert bekommen oder von denen Ware abgeholt werden, Dixi-Toiletten für die Fernfahrer aufstellten. Diese WC-Anlagen müssten aber auch rund um die Uhr ständig desinfiziert und gereinigt werden. "Ansonsten fällt allein bei dem Gedanken jeder Virologe in Ohnmacht", sagte der Sprecher. Hintergrund sind die von Wissenschaftler empfohlenen Hygienevorschriften zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Laut Verband sind bundesweit im Schnitt zwischen 750.000 und 800.000 Lastwagen aus dem In- und Ausland unterwegs. Am Steuer sitzen Männer und Frauen.