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Linke fordert mehr Freistellung für Weiterbildung

31.01.2019, 15:09

Magdeburg (dpa/sa) - Die Linke fordert mehr Möglichkeiten für Arbeitnehmer, sich für Weiterbildungen von der Arbeit freistellen zu lassen. Im Vergleich zu anderen Bundesländern nutzten die Sachsen-Anhalter diese gesetzliche Möglichkeit nur selten, kritisierte die Arbeitsmarkt-Expertin der Fraktion, Doreen Hildebrandt, am Donnerstag im Magdeburger Landtag. Die Linke will deshalb das Bildungsfreistellungsgesetz ändern. Auch für Fortbildungen im gesellschaftspolitischen und kulturellen Bereich solle es künftig eine Freistellung geben. Bislang gilt das Gesetz nur für Bildungsmaßnahmen, die sich direkt auf den Beruf beziehen.

Bildungsminister Marco Tullner (CDU) sagte, das Thema müsse diskutiert werden. Dass solche Freistellungen in Sachsen-Anhalt im Vergleich zu anderen Bundesländern wenig genutzt würden, habe jedoch viele Gründe. Er verwies auf eine kleinteilige Wirtschaftsstruktur mit vielen kleinen mittelständischen Unternehmen. Freistellungen wirkten sich für diese Arbeitgeber unmittelbar aus, deshalb seien sie in diesem Bereich zurückhaltend. Trotzdem müssten die Möglichkeiten bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern noch mehr bekannt gemacht werden.

Nach Angaben des Bildungsministerium ist die Bildungsfreistellungsquote in Sachsen-Anhalt in den vergangenen Jahren auf 0,61 Prozent gestiegen. In anderen Bundesländern liegt die Quote aber deutlich höher. Rheinland-Pfalz kommt auf etwa zwei Prozent, das Nachbarland Niedersachsen auf rund 1,5 Prozent.