Lohengrin in Halberstadt

Von Irene Constantin

Wagners "Lohengrin" in Halberstadt: Die Frage war, wie würde das Nordharzer Städtebundtheater diese Aufgabe meistern, um einmal mehr die Notwendigkeit seiner Existenz beweisen zu können. "Unverzichtbar!" heißt das Spielzeitmotto.

Das buchstäblich aus den Halberstädter Kriegstrümmern errichtete Theater aus nackten Ziegelsteinen zeigt sich in seltsamem Schmuck. Klassizistische Säulenpaare und Biedermeierstühle vorn rechts und links. Sie setzen sich aus dem Zuschauerraum auf die Bühne fort. Theater auf dem Theater; Logen rechts und links, in der Mitte ein blauer Samtvorhang.

Regisseur Kay Metzger hat die Handlung vom Ufer der Schelde im mittelalterlichen Antwerpen nach Deutschland in die Entstehungszeit des Werkes verlegt. Das Theater ist ein zum politischen Raum geworden, Abgeordnete beraten dort während der Revolution 1849 in Sachsen im Zeichen der schwarz-rot-goldenen Fahne. König Heinrich wird zum Sachsenkönig, der immerhin einigen Forderungen des Vormärz offen gegenüberstand.

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