Köthen/Halle (dpa) l  Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes will die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die Warnstreiks auf Jugendämter und Kitas in Sachsen-Anhalt ausweiten. Am Donnerstag sollen in Halle die Beschäftigten der Jugendämter die Arbeit niederlegen, am Freitag sind in Köthen die Mitarbeiter städtischer Kitas zum Warnstreik aufgerufen. Das teilte die Gewerkschaft am 21. März 2018 mit.

Kein akzeptables Angebot

GEW-Landeschefin Eva Gerth kritisierte, dass die Arbeitgeber auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein Angebot vorgelegt hatten. "Wir hatten gehofft, dass es in diesem Jahr aufgrund der deutlichen Einnahmesteigerungen zu einem akzeptablen Angebot der öffentlichen Arbeitgeber kommen würde." Diese Hoffnung habe sich nicht erfüllt.

Auf großflächige Streiks in Kitas werde man vorerst verzichten, sagte Gerth. In der dritten Verhandlungsrunde Mitte April erwarte man aber ein Angebot der Arbeitgeber. Die Gewerkschaften fordern für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro im Monat.