Eisleben l Martin Luther wurde am 10. November 1483 in Eisleben als zweiter Sohn seines Vaters Hans und seiner Mutter Margarethe geboren. Der Reformator hat nicht viel Zeit in der kleinen Stadt verbracht aber ihn verbindet die Religion mit Eisleben. Ein Tag nach seiner Geburt wurde der junge Martin, wie damals üblich nach dem entsprechenden Namenstag benannt, in der St-Petri-Pauli-Kirche getauft.

Wenn es denn eine Lieblingskirche gäbe, in der Luther am liebsten predigte, wäre es vermutlich die St. Andreaskirche in Eisleben. Werner Schwanfelder schreibt in seinem Buch daüber, dass Luther "von der bequemen Kanzel, dem angenehm temperierten Raum und der Akustik" schwärmte. Im Laufe seines Schaffens habe der Reformator in dieser Kirche zwei Pfarrer in ihr Amt eingeführt, so Schwanfelder weiter. Zudem hielt der große Reformator in den Räumlichkeiten der St. Andreaskirche im Februar 1546 seine letzten vier Predigten, bevor er am 18. Februar in seiner Geburtsstadt verstarb.

Luthers Kanzel hat allerdings die letzten Jahrzehnte nicht ganz unbeschadet überstanden. Seit 2011 konnte die Kanzel aufgrund von Witterungsschäden nicht mehr genutzt werden, heißt es auf der offiziellen Internetseite der Stadt. Die Sanierungsarbeiten sollen jedoch pünktlich bis zum Lutherjahr 2017 abgeschlossen sein.

Bilder

Um das Sterbehaus, dass ebenfalls mit einem Museum verbunden zu besichtigen ist, beherbergt allerdings ein Kuriosum. Denn man gedenkt dem Reformator im falschen Haus. Historiker sind sich einig, dass Luther im Haus am Markt 56 und nicht wie angenommen am Andreaskirchplatz 7 verstarb.

Einen Tag nach seinem Tod wurde Martin Luthers Leichnam in der Hallenkirche aufgebahrt und von dort auf Befehl des sächsischen Kurfürsten über Halle nach Wittenberg überführt.