Ein abwegiger Gedanke: Jemand macht klar Schiff in seinem Haus und wirft das Aussortierte in den eigenen Garten zwischen die Rosenbüsche und die Gemüsebeete.

Anders sieht es da dagegen mit dem Wald und der Wiese gleich um die Ecke aus. Da kann man seinen Dreck ruhig bei Nacht und Nebel abladen. Da stört es ja höchstens ein paar Umweltschützer oder diejenigen, denen die Grundstücke gehören.

Rund fünf Millionen Euro haben die Kommunen Sachsen-Anhalts seit 2014 ausgegeben, um den Unrat zu entsorgen, den Zeitgenossen mit unterentwickeltem Umweltbewusstsein zum Teil sogar mit Hängern der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt haben. Selbst Firmen wollen Entsorgungskosten sparen, indem sie Bauschutt, darunter auch krankheitserregende Stoffe, in die Landschaft kippen.

Die Dummen sind wir alle. Denn die Kosten tragen die Kommunen, und letztlich erhöhen die kreiseigenen Abfallentsorgungsunternehmen die Gebühren, damit sie auf den zusätzlichen Entsorgungskosten nicht sitzen bleiben.