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Müller: Stadt hat Problem mit Rechtsextremismus

21.07.2020, 07:15

Magdeburg/Halle (dpa/sa) - Die Linken-Politikerin Katja Müller aus Halle sieht in der Stadt auch ein Dreivierteljahr nach dem rechtsextremen Terroranschlag ein Problem mit Rechtsextremismus. Dazu zähle ein rechtsextremistischer Redner, "der fast täglich auf dem Markt steht und seine Parolen schwingt", sagte Müller, Vorsitzende des Stadtrats Halle, bei RBB-Inforadio am Dienstag. Erst vor wenigen Wochen sei nach gesellschaftlichem Protest ein Haus der Identitären Bewegung geschlossen und verkauft worden. "Das Problem ist nach wie vor da und da muss auch nach wie vor dagegen vorgegangen werden", sagte Müller.

Am Dienstag beginnt der Prozess zum Anschlag von Halle, bei dem zwei Menschen getötet und mehrere verletzt wurden. Der Attentäter hatte am 9. Oktober 2019 schwer bewaffnet versucht, in die Synagoge in Halle einzudringen, als darin gerade 52 Gläubige den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur feierten. Er scheiterte an der Eingangstür der Synagoge und erschoss dann willkürlich zwei Menschen. Die Bundesanwaltschaft wirft dem Mann vor, "aus einer antisemitischen, rassistischen und fremdenfeindlichen Gesinnung" heraus gehandelt zu haben.

Beitrag RBB Inforadio