Mutter erschlagen: Urteil gegen Sohn rechtskräftig
Halle (dpa/sa) - Das Urteil wegen Totschlags gegen einen Merseburger, der seine Mutter erschlagen hat, ist rechtskräftig. Das teilte das Landgericht Halle am Freitag mit. Das Gericht hatte den Deutschen am 6. Juni wegen Totschlags an seiner Mutter zu sieben Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Zudem muss er eine Suchttherapie machen. In der Urteilsbegründung hieß es, das Motiv sei unklar, die Beweislage aber eindeutig. Demnach hatte der heute 52-Jährige seine Mutter im Dezember 2018 mit einem Hammer mehrmals auf den Kopf geschlagen. Der Mann hatte im Prozess erklärt, er könne sich wegen Alkoholkonsums nicht an die Tat erinnern. Nach der Verurteilung legte er Revision ein.
Die Mutter war im Februar 2019 in einem verschlossenen Keller tot aufgefunden worden, mit zwei verschnürten Plastiktüten über dem Kopf. Eine Nachbarin war stutzig geworden, weil im Haus, in dem Mutter und Sohn wohnten, im Februar noch immer die Weihnachtsbaumbeleuchtung von 2018 brannte.
Pressemitteilung des Landgerichts mit Informationen zu dem Verfahren