Pirna (dpa/jl) l Die Bundespolizeidirektion Pirna hat zum "Tag der Muttersprache" am Mittwoch den Tonfall geändert und Meldungen in der Mundart von Sachsen, Thüringern und Sachsen-Anhaltern verbreitet. "Machdeburch is immer eene Reise wert! Kommse mittn Zuch! De Bundespolizei sorcht für Sischerheit", hieß es in einem Tweet, der für eine Zugreise nach Magdeburg warb.

In einem weiteren Tweet kündigte die Polizei den Inhalt ihrer Meldung mit sächsischem Dialekt an. So wurde die Festnahme eines Diebes von Küchenmaschinen und Bratpfannen in Zittau zur "Kichenmoschienen- u. Bradfannendieb gestellt"-Meldung. Ein Mann, der in Erfurt drei Diebstähle an einem Tag begangen hat, wurde hingegen mit "Spetzbub maust dreimol on Dag" in einem "thüringischen" Tweet vermeldet.

Auf Vorschlag der Unesco haben die Vereinten Nationen den 21. Februar als Internationalen Tag der Muttersprache ausgerufen. Nach Angaben der deutschen Unesco-Kommission sind von den rund 6000 Sprachen, die heute weltweit gesprochen werden, die Hälfte vom Verschwinden bedroht.