Magdeburg (dpa) l Nach der Räumung eines einsturzgefährdeten Behördengebäudes in Magdeburg hat der Großteil der betroffenen Mitarbeiter neue Büros bezogen – zumindest vorübergehend. 100 der 108 Mitarbeiter seien im Gebäudekomplex des Finanzministeriums oder in Außenstellen des betroffenen Landesbaubetriebs untergekommen, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums am Mittwoch. Dafür seien in bestehenden Büros zusätzliche Arbeitsplätze eingerichtet oder Besprechungsräume umfunktioniert worden. Es sei davon auszugehen, dass die Übergangslösung drei bis fünf Monate nötig sei, bis ein Ausweichquartier gefunden ist.

Am Freitag hatten rund 80 Büros des Landesamtes für Bau und Liegenschaftsmanagement geräumt werden müssen. Ingenieure hatten die Statik des Gebäudes untersucht, weil Putz von der Decke gefallen war. Sie fanden Risse in mehreren Zwischendecken und konnten nicht ausschließen, dass sich die Rissbildung in andere Teile des Gebäudes fortsetzt. Derzeit sichern Statiker das Gebäude, damit Akten, Computer und Möbel herausgeholt werden können. Sie sollen auch prüfen, ob eine Sanierung möglich ist oder ob das Gebäude aus dem Jahr 1914 abgerissen werden muss.