Nachfrage nach künstlichen Befruchtungen steigt
Magdeburg (dpa/sa) - Immer mehr Menschen setzen bei einem unerfüllten Kinderwunsch auf die Reproduktionsmedizin. Die Kliniken in Sachsen-Anhalt verzeichnen eine steigende Nachfrage nach künstlichen Befruchtungen. Im vergangenen Jahr gab es in den beiden Unikliniken in Magdeburg und Halle und im Kinderwunschzentrum Magdeburg nach eigenen Angaben insgesamt rund 1130 künstliche Befruchtungen mit einer Eizellen-Entnahme.
Auch die Anträge auf eine Landesförderung, mit der Sachsen-Anhalt ungewollt kinderlose Paare unterstützt, nehmen zu. 2015 wurden laut Landesverwaltungsamt 366 solcher Anträge gestellt, im vergangenen Jahr waren es 599. Bewilligt wurden davon 530. Für maximal drei Behandlungszyklen gibt es jeweils bis zu 900 Euro, unabhängig davon, ob das Paar verheiratet ist oder nicht. Voraussetzung ist unter anderem, dass das Paar in Sachsen-Anhalt lebt, die Frau nicht älter als 39 und der Mann nicht älter als 49 Jahre alt ist.