Mathematik ist die Sprache der Natur, in der wir leben. Dass viele Schüler mit Mathe nicht nur ein Reizwort verbinden, sondern ihre Schönheit und Logik erkennen, ist neben der Arbeit guter Lehrer vor allem der Mathematik-Olympiade zu verdanken. Auch im 57. Jahr ihres Bestehens im heutigen Sachsen-Anhalt schafft sie es, Schüler aus der Komfortzone zu locken: Fast 3500 nahmen diesmal an der Qualifikation zur Landesrunde teil. Die Matheolympiade ist damit ein echter Türöffner.

Gleichzeitig sind die Zahlen nicht selbstverständlich. Damit Lehrer und Ehrenamtler bereit sind, in ihrer Freizeit Talente zu fördern, müssen die Bedingungen stimmen. Das Streichen von Geld für die Begabtenförderung wie zuletzt bei Briefaufgaben-Zirkeln geschehen, ist hier das falsche Signal. Eine von Bildungsminister Marco Tullner (CDU) angekündigte Neuausrichtung der Begabtenförderung muss erst anlaufen. Nötig ist sie allemal. Als Wissensstandort kann sich das Land nicht leisten, auch nur ein Talent brachliegen zu lassen.