Magdeburg/Wernigerode/Halle (dpa) l Von der Förderung berichtete das Sozialministerium in Magdeburg. Die Kliniken bekommen Geld aus einem alten, noch nicht komplett geleerten Programmtopf.

Konkret erhält das Harzklinikum für seinen Standort Wernigerode acht Millionen Euro, wie das Ministerium mitteilte. Dort werden in einem Neubau Notaufnahme, Intensivstation und Kinderklinik zusammengefasst. Das Psychiatriezentrum der Arbeiterwohlfahrt (Awo) wird mit zwei Millionen Euro gefördert. Dort soll ein alter DDR-Plattenbau durch einen Neubau ersetzt werden.

Bauvorhaben können realisiert werden

"Damit können nun dringende Bauvorhaben realisiert werden, wodurch sich die schwierige finanzielle Situation der beiden Kliniken entspannt", sagte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) laut Mitteilung. Seit Wochen wird hitzig diskutiert, wie die vielerorts angespannte Situation der Krankenhäuser verbessert und der Sanierungsstau abgebaut werden kann. Grimm-Benne wirbt dafür, ein kreditfinanziertes Investitionsprogramm aufzulegen.

Jetzt nutzte das Ministerium einen bereits existierenden Topf. Die beiden Klinikträger hatten zuvor einen Antrag auf Förderung gestellt. Die Mittel stammen aus einem Programm, mit dem zwischen 1995 und 2014 Beiträge von Krankenhäusern beziehungsweise Patienten eingesammelt wurden, um Investitionen zu finanzieren. Jetzt wählte eine Kommission mit Vertretern des Ministeriums, der Krankenhausgesellschaft sowie den Krankenkassen die beiden Kliniken für die Förderung aus.