Halle l Die CDU in Halle schickt einen FDP-Mann ins Rennen um das Oberbürgermeisteramt in der Saalestadt. Bei einem CDU-Kreisparteitag in Halle wurde Andreas Silbersack (50) nach dreistündiger Debatte mit 72 Prozent der Stimmen nominiert. „Ich bin erfreut“, sagte er der Volksstimme. „Das ist ein ehrliches, ein authentisches Ergebnis.“

Am 15. August entscheidet die FDP über Silbersacks Nominierung. Er selbst hat für zwei Tage danach zu einer Pressekonferenz eingeladen. Die Volksstimme hatte bereits Anfang Juni berichtet, dass Silbersack als gemeinsamer Kandidat von CDU und Liberalen Amtsinhaber Bernd Wiegand (parteilos) herausfordern und OB werden wolle. Die Wahl ist im Herbst 2019. Silbersack gilt als sehr gut vernetzt. Der Rechtsanwalt ist als Präsident des Landessportbundes – unter dessen Dach sind 341.200 Sportler organisiert – über die Stadtgrenze hinaus bekannt. Zudem ist er Vorstandschef des USV Halle, des mitgliederstärksten Sportvereins in Sachsen-Anhalt. Ihm werden Überzeugungskraft und diplomatisches Geschick nachgesagt.

Auch in der Politik hat er Ambitionen. Zuletzt scheiterte Silbersack allerdings mit seiner Kandidatur für den Bundestag. Über die Bewerbung für das Oberbürgermeisteramt könnte er sich weiter profilieren.