Pieptöne und Blinklicht sollen Wildunfälle verhindern

Zerbst (dpa/sa) - Mit Pieptönen und Blinklicht will Sachsen-Anhalt die Zahl der Wildunfälle verringern. Die ersten optisch-akustischen Warngeräte wurden am Dienstag an der Bundesstraße 184 bei Zerbst im Landkreis Anhalt-Bitterfeld aufgestellt. Das Pilotprojekt ist nach Angaben des Verkehrsministeriums in dieser Form bislang einmalig in Deutschland.
Die Geräte sollen herannahende Autos bei Tag und Nacht erkennen und dann Warnsignale aussenden. Pieptöne und LED-Blinklicht sollen verhindern, dass Wild vor den Autos auf die Straße läuft. Das Projekt ist zunächst auf drei Jahre ausgelegt. Wildunfälle waren im vergangenen Jahr zum zweiten Mal in Folge die häufigste Unfallursache in Sachsen-Anhalt.
Neben der B184 werden drei weitere Teststrecken in der Altmark und in der Börde mit der Technik ausgerüstet. Insgesamt sollen rund 350 Wildwarner zum Einsatz kommen, die im Abstand von 30 bis 50 Metern in grünen Trägerpfosten am Straßenrand installiert werden. Aufgestellt werden die Geräte jeweils nur auf halber Streckenlänge. So soll später ein Vergleich der Unfallzahlen mit und ohne Technik möglich sein.