Magdeburg l Ein 33 Jahre alter Angeklagter aus Wernigerode muss sich vom Freitag, 4. Dezember 2019, an vor der Schwurgerichtskammer am Landgericht Magdeburg verantworten.

Ihm wird vorgeworfen, am 26. Juni 2018 in Wernigerode mit einer Armbrust auf Menschen geschossen zu haben. Er hatte sie jedoch verfehlt. Dabei hatte er Bolzen mit Stahlspitzen benutzt. In einem Fall sieht die Staatsanwaltschaft „Heimtücke“. Damit sei ein Mordmerkmal erfüllt.

Der Mann, der in Untersuchungshaft sitzt, wurde am Tattag vom Spezialeinsatzkommando überwältigt. Er hatte erheblichen Widerstand geleistet. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung wurden zwei weitere Armbrüste, Stahlspitzen-Bolzen sowie Messer, die dem Waffengesetz unterliegen, gefunden. Der Wernigeröder ist wegen Drogen- und Gewaltdelikten bekannt.

Im Falle einer Verurteilung droht dem Angeklagten im minderschweren Fall eine Haftstrafe zwischen drei und 15 Jahren. Ansonsten wird der Versuch wie Mord mit lebenslanger Haft bestraft.