Dow-Werk Böhlen

Qualmende Fackel aus Chemiewerk bis nach Sachsen-Anhalt zu sehen

Wegen Problemen mit der Wasserstoffversorgung wurde im Dow-Werk in Böhlen Gas verbrannt. Die qualmende Fackel ist bis nach Leipzig und in den Burgenlandkreis zu sehen.

Aktualisiert: 16.05.2022, 16:16
Qualmende Fackel im Dow-Werk in Böhlen: Am Montagvormittag war von Leipzig bis in den Burgenlandkreis die Fackel aus dem Dow-Werk zu sehen.
Qualmende Fackel im Dow-Werk in Böhlen: Am Montagvormittag war von Leipzig bis in den Burgenlandkreis die Fackel aus dem Dow-Werk zu sehen. (Foto: Steffen Höhne)

Böhlen/MZ - Gegen 10.45 Uhr ist es am Dow-Standort in Böhlen (Landkreis Leipzig) zu Problemen gekommen. Laut Dow Olefinverbund ist es "zu einem technischen Ausfall der Dampfversorgung im Cracker des Werkes Böhlen" gekommen. Wie in solchen Fällen üblich, ist die Anlage deshalb heruntergefahren worden.

Damit einher gehe dann auch ein vermehrter Ausstoß von Gas über die Fackel, zudem werde mehr Ruß gebildet. "Dow bittet die Anwohner für eventuelle Beeinträchtigungen um Verständnis", heißt es in einer Pressemitteilung.

Der auffällige Qualm ist weithin sichtbar, bis nach Leipzig und in den Burgenlandkreis. In Böhlen betreibt Dow nach eigenen Angaben seit 1998 einen Value Park.Dort ansässige Chemieunternehmen nutzen Grundstoffe, die von Dow zur Verfügung gestellt werden. Dazu gehören in Böhlen die Stoffe Ethylen und Propylen, die durch Spaltung von Rohbenzin im Cracker entstehen.

Die Hochfackel sei laut Dow eine "Sicherheitseinrichtung". Über die Fackel würden überschüssige Kohlenwasserstoffgase verbrannt. Diese komme vor allem beim An- und Abfahren der Anlagen zum EInsatz, aber auch wenn es Betriebsstörungen gebe.