Quedlinburg: Forschung an robusteren Kulturpflanzen

Quedlinburg - Forscher vom Julius Kühn-Institut (JKI) in Quedlinburg wollen Kulturpflanzen gegenüber Stressfaktoren wie Trockenheit oder Krankheiten resistenter machen. Der Klimawandel und damit die veränderten Wetterbedingungen würden zu Trocken- und Hitzestresssituationen bei den Pflanzen führen, sagte Albrecht Serfling vom JKI. Mit erhöhter Temperatur in den Wintermonaten kämen außerdem Erreger nach Deutschland, die vorher keine Rolle gespielt hätten, etwa weil sie höhere Temperaturen oder Frostfreiheit im Winter benötigen. Von größerer Bedeutung könnten künftig außerdem neue Schädlinge etwa aus der Mittelmeerregion werden.
Durch den sogenannten biotischen oder abiotischen Stress sinken die Erträge nach Angaben des Forschers teilweise um bis zu 30 Prozent. Die Lösung sind robustere Pflanzen. Die Strategie der Forscher: Sie kreuzen resistentere Sorten mit weniger resistenten. Das können etwa Verwandte, ältere Sorten oder auch Wildformen sein.