Magdeburg (dpa) l Schwieriger als zunächst gedacht gestaltet es sich, Akten und Computer aus dem wegen Einsturzgefahr geräumten Gebäude des Landesbaubetriebs zu holen. Bei genauen Untersuchungen seien in weiteren Räumen Schäden entdeckt worden, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums am Dienstag. Zur Sicherheit würden deshalb in allen rund 80 Büros die Decken abgestützt. Erst dann könne nach und nach das Inventar herausgeholt werden. Dem Sprecher zufolge kann das noch bis Ende nächster Woche dauern.

Die Behörde sei prinzipiell arbeitsfähig, da ein Großteil der nötigen Unterlagen digital verfügbar sei. Fehlende Papierakten seien aber eine Einschränkung, die sich nicht wegdiskutieren lasse, sagte der Ministeriumssprecher. Die rund 100 betroffenen Mitarbeiter wurden in anderen Büros des Finanzministeriums oder in Außenstellen des Landesbetriebs für Bau und Liegenschaftsmanagements (BLSA) untergebracht. In manchen Büros sitzen deshalb nun drei statt bislang ein Mitarbeiter, wie der Sprecher sagte.

Das Gebäude in Magdeburg war am 15. März wegen Rissen in den Decken geräumt worden. Parallel zur Sicherung von Akten, Computern und Möbeln werde untersucht, was langfristig mit dem Gebäude passieren könne – etwa ob eine Sanierung möglich ist oder der Abriss droht. Auch wird nach einem neuen dauerhaften Quartier für das BLSA gesucht.