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Rechnungshof: Regierung auf Finanzspritze nicht vorbereitet

24.01.2019, 17:55

Magdeburg (dpa/sa) - Der Chef des Landesrechnungshofs hat den Umgang Sachsen-Anhalts mit der schwierigen Finanzlage bei der Norddeutschen Landesbank (NordLB) kritisiert. "Wir haben den Eindruck, dass die Landesregierung auf eine Kapitalzuführung nicht vorbereitet ist", sagte Kay Barthel am Donnerstagnachmittag in Magdeburg. Vielmehr sei über Monate hinweg betont worden, dass es unter keinen Umständen Geld aus dem Landeshaushalt für die Bank geben werde. Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die NordLB möglicherweise durch eine Finanzspritze der Eigentümer unterstützt werden muss. Auf Sachsen-Anhalt käme nach jetzigem Stand ein Betrag von etwa 200 Millionen Euro zu.

Das Kreditinstitut, an dem Sachsen-Anhalt fast sechs Prozent der Anteile hält, hatte zuletzt wegen des schwierigen Geschäfts der Schiffsfinanzierung Milliardenverluste verzeichnet und braucht dringend neues Geld. Die Suche nach Investoren steht kurz vor dem Abschluss - könnte aber auch scheitern.

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