Wienrode l Sie kaufen Land, organisieren Feste, wollen sich in der Dorfgemeinschaft engagieren. In Wienrode im Harz baut sich eine völkische Siedlergruppe gerade ein eigenes kulturelles Zentrum. Dort, wo einst die Dorfschänke war, will der Verein Weda Elysia bald Feste und Seminare veranstalten. Einige Anwohner haben nichts dagegen, andere schon. Denn seit dem vergangenen Jahr gab es mehrfach Berichte über rechtsextreme Tendenzen in der Gruppe.

Bei einer Einwohnerversammlung zum Thema im vergangenen Herbst war zur Sicherheit die Polizei hinzugezogen. Pastor Oliver Meißner, der die Gruppe für gefährlich hält, moderierte die Veranstaltung mit einem warnenden Experten. Im benachbarten Elbingerode drohte der Chor der Heimatgruppe auseinanderzubrechen, weil Mitglieder von Weda Elysia mitsingen wollten. Der Chorleiter hatte sich für die Aufnahme der neuen Sänger eingesetzt. Einige Chormitglieder waren dagegen. Der Leiter verließ den Chor schlussendlich. Dass sich die Lage in Wienrode beruhigt, ist nicht zu erwarten. Das „Bündnis Bunter Harz“ will in Wienrode gegen Veranstaltungen der Gruppe protestieren.

Was ist dran an den Vorwürfen gegen Weda Elysia? Die Gruppe beruft sich wesentlich auf die Anastasia-Buchreihe, eine Roman-Serie des russischen Autors Wladimir Megre. Als naturliebende Siedler und vegetarische Ökos stellen sich die Anhänger gerne dar. Rechtsextremismus-Expertin Andrea Rökpke warnt: „Der Anastasia-Ableger Weda Elysia galt zunächst als rechtsoffen.“ Mittlerweile bewege sich die Gruppe aber immer weiter ins rechtsextreme Lager. Tatsächlich finden sich zahlreiche Verbindungen zum Rechtsextremismus bei Weda Elysia, wie die Volksstimme recherchiert hat.

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