Magdeburg (dpa) l Vor der möglichen Ablehnung eines höheren Rundfunkbeitrags mit einer Mehrheit von CDU und AfD in Sachsen-Anhalt will Ministerpräsident Reiner Haseloff weitere Gespräche führen. Worüber der CDU-Politiker verhandeln will und welche weitere Verfahrensweise geplant ist, wird zunächst nicht kommuniziert, wie ein Regierungssprecher am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die ablehnende Haltung des Ministerpräsidenten zu einer Zusammenarbeit mit der AfD sei bekannt. Zuvor hatte der "Spiegel" (online) darüber berichtet.

Zum 1. Januar 2021 soll der Rundfunkbeitrag erstmals seit 2009 steigen, und zwar um 86 Cent auf 18,36 Euro pro Monat. Der Beitrag wurde von einer unabhängigen Kommission ermittelt, muss aber von allen Länderparlamenten bestätigt werden. Für Mitte Dezember stehen noch die Abstimmungen in Thüringen und Sachsen-Anhalt an. Ein einziges Veto legt bundesweit den Staatsvertrag samt Beitragserhöhung auf Eis.

Die CDU im Magdeburger Landtag kündigte vor wenigen Tagen an, anders als die Koalitionspartner SPD und Grüne definitiv gegen das Vorhaben zu stimmen. Zusammen mit der oppositionellen AfD hat die CDU eine Mehrheit im Parlament.