Wissenschaft

Nacht der Wissenschaft: Was macht eigentlich ein Neurobiologe?

Bei der 15. Langen Nacht der Wissenschaft präsentieren sich Magdeburgs Forschungsinstitute vollständig digital.

Von Christoph Carsten
Die Lange Nacht der Wissenschaft in Magdeburg wird in diesem Jahr per Livestream ins Internet gesendet.
Die Lange Nacht der Wissenschaft in Magdeburg wird in diesem Jahr per Livestream ins Internet gesendet. Foto: Veranstalter

Magdeburg - Magdeburgs Wissenschaftslandschaft präsentiert sich bei der 15. Langen Nacht der Wissenschaft in diesem Jahr vollständig digital. Unter dem Motto „#sciencematters“ („Wissenschaft ist wichtig“) geben die Einrichtungen am Samstag, 29. Mai, von 18 bis 24 Uhr Einblicke in den Wissenschaftsalltag und stellen aktuelle Forschungstrends vor.

Aus den drei Studios am Wissenschaftshafen, in der Hochschule Magdeburg-Stendal und der Otto-von-Guericke-Universität wird das in der Digitalvariante etwas abgespeckte Programm über drei Livestream-Kanäle ins Internet übertragen. Mehr als 60 Programmpunkte in verschiedenen interaktiven Formaten sollen Wissenschaft bei der Langen Nacht für Laien erlebbar werden lassen.

„Für neugierige Menschen ist die Magdeburger Wissenschaftsnacht ein absolutes Muss. Wo sonst hat man schnell und einfach Zugriff auf derart viel Wissen zu hochaktuellen Themen“, warb Armin Willingmann (SPD), Wirtschaftsminister und Schirmherr der Langen Nacht, im Vorfeld für die Veranstaltung.

Experten geben Einblicke in ihren Arbeitsalltag

Eröffnet wird die Lange Nacht am Samstag von Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD). Beim „Open Science Barcamp“ können die Teilnehmer über das Netz zu Themen wie Bildung, Wissenschaft, Digitalisierung und Nachhaltigkeit ins Gespräch kommen.

Im Vorfeld konnten sich Hobbyforscher die „Science Box“ nach Hause bestellen.  Damit lassen sich im eigenen Wohnzimmer Moleküle nachbauen.

Unter der Überschrift „Meet a Scientist“ („Triff einen Wissenschafter) zeigen Forscher ihren Forschungsalltag. Glücksforscher und Soziologe Jan Delhey von der von der Otto-von-Guericke Universität verrät zum Beispiel, welche Faktoren eine positive Lebenseinstellung ausmachen.

Sara Grundel, Mathematikerin am Max-Planck-Institut, erklärt, wie sich mithilfe von Computersimulationen und Modellen Vorhersagen über den Verlauf der Corona-Pandemie treffen lassen. Und der Neurowissenschaftler Stefan Remy vom Leibniz-Institut für Neurobiologie führt aus, wie im Gehirn Erinnerungen generiert werden.

Kinder-Uni und Science-Slam

Die „Kinder-Uni“ richtet sich an ein junges Publikum und geht der Frage nach, wie sich über Funkwellen Fahrzeuge steuern lassen. Neben Interviews und Vorträgen zu Themen aus der Welt der Wissenschaft gibt es Podiumsdiskussionen, bei denen Experten unter anderem die Rolle der Medien in der Corona-Krise und die Erfolgsaussichten nachhaltiger Technologien diskutieren.

Beim Science Slam treten Wissenschaftler gegeneinander an und beim „Guericke FM Radiokonzert“ mit Rapperin Yetundey wird es musikalisch.

Mehr als 100 Köpfe aus acht Wissenschaftsinstituten und von der Landeshauptstadt nehmen teil. Über die zentrale Plattform wissenschaft.magdeburg.de haben Interessierte Zugriff auf alle Streams und Programmpunkte des Abends.